TSV Saxonia

14.10.2012

Bogensportler der TSV Saxonia auf Reisen nach Tschechien

Der Sommer neigt sich seinem Ende zu, herbstliche Tage mit dem ersten Frost und blankem Himmel erwarten uns. Es ist Zeit, Neues zu probieren und auf anderen Pfaden zu gehen. Also haben sich 6 Mann aus der Bogenabteilung auf den Weg gemacht, um die Fertigkeiten am Bogen zu perfektionieren. An Dresden vorbei, über Zwickau, ein Stück durch Polen, hinein nach Tschechien, vorbei an Jiri Steiner´s Heimatstadt Liberec, wo er heute Fußball spielt, bis nach Turnov ging die Anreise.

Ab da wurde es ohne Navi unübersichtlich, in einem kleinen Seitental des Böhmischen Paradieses hatten wir zwei Appartments auf einem Bauernhof gemietet, nach und nach trafen die drei Autos ein.

Hier direkt neben dem Hof ist der Einstieg in den noch einzigen Trainingsparcours unserer tschechischen Nachbarn. Wald, Felsen, Wiese, Bach und Tal, rauf und runter, was will der Bogner mehr. Klaschek, Bauer, Handwerker und Bogenbauer, begleitete uns auf der ersten Runde, die knapp 3 Stunden durchs Gelände führte. Drei Tage Bogentraining und zum Ausgleich Wallensteins Jicin, eine schön erhaltene Stadt mit zauberhaften Bogengängen um den Markplatz oder Wanderungen durch die grandiose Prachover Felslandschaften mit steilen Aufstiegen und schmalen Durchbrüchen und dann zurück für weitere Trainingseinheiten.

Abends, nach dem Essen, wurde gefachsimpelt, die Ausrüstung verbessert, Pfeile gebaut, ein Pils aus Pilsen oder ein Bud aus Budejovice getrunken.
Frau Dobra und Herr Klaschek bewirtschaften einen Hof mit aktuell einer Kuh. Klaschek melkt morgens und abends, Dobra stellt Butter und Käse her und was für einen, frisch mit Lauch oder Peperoni, das gab es und weitere Leckereien für uns zum Frühstück.

Dann kam der Samstag, der 6. Oktober 2012. Die tschechische Meisterschaft stand an und wir waren als Gäste zugelassen und dabei. Sedmihorsky bei Turnov, ein ganz kleiner Ort und das älteste Kurbad im Land, war der Einstieg in den Lauf im Naturschutzgebiet Hruba Skala. Für den einen oder anderen das erste Turnier! Das Gelände, schon der Anstieg in die Felsstadt zum ersten Pflock, war atemberaubend und schweißtreibend. 10 Minuten bis zum Start und dem ersten Pfeil reichten, um den Puls zu beruhigen, konnte Mensch glauben . Aber das Ziel, ein 3D-Tier, stand in einem Winkel von fast 45 Grad 35 Meter über uns. Ok, irgendwie muss es gehen und doch vorbei, das heißt aufsteigen und suchen, bis der Pfeil wieder im Köcher landet.
Und so ging es schnaufend rauf und runter, große Tiere weite Schüsse, kleine Tiere direkt oder seitlich vor den Sandsteinformationen und immer nur ein Pfeil. Keine zweite Chance! Und doch unglaublich gut gestellt, Respekt.

Klaschek meinte dann im Anschluss, dass der ausrichtende Verein Chimeria, immer die schwierigsten Parcours stellt und wir unter anderem gegen den Europameister und weitere aus dieser Liga angetreten sind. Nun gut, einen fünften Platz haben wir am Sonntag für Saxonia mit nach Hause gebracht.

Detlef Bartelt

 

 
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